

Marmor
Der Diva unter den Steinen. Und genau deshalb unwiderstehlich.
Marmor ist ein metamorphes Gestein: Kalkstein, der tief in der Erde unter Druck und Hitze umkristallisiert ist. Er besteht vor allem aus Calcit, und daher kommen seine Adern, seine Tiefe und sein Schimmer. Keine Platte gleicht der anderen. Das ist sein größter Reiz und der Grund, warum wir für Marmor-Küchen die Platten gern gemeinsam mit dir aussuchen.
Was du wissen musst
Marmor reagiert auf Säure. Zitronensaft, Essig, Wein oder Tomatensoße greifen die Oberfläche an und hinterlassen matte Stellen, im Fachjargon „Ätzungen“. Das ist kein Fleck, der sich wegwischen lässt, sondern eine winzige Veränderung der Oberfläche. Eine Imprägnierung schützt gegen eindringende Flüssigkeit, gegen Säure aber nur bedingt. Wer mit Marmor glücklich wird, akzeptiert eine Patina. Viele lieben sie sogar: Sie erzählt, dass in dieser Küche gelebt wird.
Unser Tipp: Eine geschliffene, matte Oberfläche („honed“) verzeiht Ätzungen deutlich besser als eine hochglanzpolierte. Und für die Kochzone gibt es einen Trick: Insel aus Marmor, Arbeitszeile aus Quarzit oder Keramik.
Bekannte Sorten
- Carrara, Calacatta, Statuario: die weißen Klassiker aus der Toskana, von grau geädert bis zu dramatischen Goldadern
- Nero Marquina: tiefschwarz mit feinen weißen Adern, aus Spanien
- Rosso Levanto: rotbraun bis bordeaux mit weißen und grünlichen Adern, ein Liebling für Statement-Inseln
- Emperador: warmes Braun mit hellen Adern, dunkel oder hell
- Verde Guatemala: tiefgrün mit weißem Netz, für Mutige
Stärken
- Einzigartige Optik, jede Platte ein Unikat
- Kühl, angenehm, perfekt zum Backen
- Lässt sich nachschleifen und auffrischen
Schwächen
- Säureempfindlich
- Kratzt leichter als härtere Steine
- Braucht regelmäßige Imprägnierung
Mehr dazu im Artikel Marmor in der Küche: Lohnt sich das?


















